Immobilie geerbt

Viele Fragen und noch mehr Antworten

Das steht im Fall einer Erbschaft an

Die Nachricht, eine Immobilie geerbt zu haben, ist immer mit gemischten Gefühlen verbunden. Auf der einen Seite bringt sie den Tod eines Angehörigen mit sich, auf der anderen Seite drängen sich wirtschaftliche und organisatorische Fragen auf, die kaum Zeit für richtige Trauerbewältigung lassen.

  • Nehme ich das Erbe an?
  • Welche rechtlichen und finanziellen Konsequenzen hat das?
  • Nutze ich die Immobilie selber oder soll ich sie verkaufen?
  • Was ist im Fall einer Erbengemeinschaft, die verschiedenen Interessen hat?

Immobilien gehören zu den wichtigsten Vermögenswerten, die in einer Erbschaft weitergegeben werden. Hier muss wohlbedacht abgewogen und sorgsam vorgegangen werden.

In diesem Ratgeber erklären Ihnen Schritt für Schritt, was Sie beachten müssen und welche Möglichkeiten Sie haben.

Als erstes ist zu klären, in welcher Rechtsstellung Sie sich als Erbe befinden. Sind Sie alleiniger Erbe oder befinden Sie sich mit anderen Personen in einer Erbengemeinschaft? Ist die Aufteilung des Erbes in einem Testament oder Erbvertrag festgelegt? Wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht festgelegt hat, was mit seinem Nachlass passieren soll, so greift die gesetzliche Erbfolge.

Als nächstes sollten Sie prüfen, welcher Wert sich tatsächlich hinter dem Erbe verbirgt. Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Rechte und Pflichten Sie mit dem Antritt des Erbes einhergehen. Womöglich ist die Immobilie mit einer Hypothek oder Grundschuld belastet. Lohnt es sich vielleicht sogar, das Erbe auszuschlagen?

Erbschaften unterliegen der Steuerpflicht. Die bei Ihrem Erbe anfallende Steuerlast hängt zum einen vom Verwandtschaftsverhältnis zum Erblassenden ab. Zum anderen spielen Wert, Art und die bisherige sowie zukünftige Nutzung der Immobilie eine wichtige Rolle.

Je nach Verwandtschaftsgrad zum Verstorbenen können sie einen bestimmten Freibetrag geltend machen:

StKl I -  Ehegatten, Lebenspartner 500.000 €
StKl I - Kinder, Stief- und Adoptivkinder 400.000 €
StKl I - Enkelkinder 200.000 €
StKl I - Eltern und Großeltern 100.000 €
StKl II - Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern 20.000 €
StKl III - nicht verwandte Erben 20.000 €
Im Hinblick auf die hohe Komplexität der Steuergesetzgebung sollten Sie die steuerlichen Auswirkungen der Erbschaft unbedingt durch Ihren Steuerberater prüfen lassen.

Besonders wichtig ist es, den Wert Ihrer geerbten Immobilie zu kennen. Nur so können Sie eine vernünftige und wohl durchdachte Entscheidung treffen, ob Sie das Erbe antreten wollen und was mit der Immobilie geschehen soll.

Das Finanzamt orientiert sich zur Berechnung der Erbschaftssteuer lediglich an einem Durchschnittswert nach der Grundvermögensbewertungsverordnung (GrBewV). Wenn Sie hingegen die Immobilie von einem Sachkundigen bewerten lassen, können Sie gegebenenfalls wertmindernde Eigenschaften Ihrer Immobilie geltend machen und die Steuerlast senken.

Beachten Sie aber: Der von einem Gutachter ermittelte Immobilienwert kann von dem aktuellen Marktwert einer Immobilien abweichen.

Zu welchem Wert eine Immobilie verkauft werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren wie etwa der Größe, dem Sanierungsstand, der Lage und Ausstattung sowie der Marktentwicklung ab. Das macht die Wertermittlung zu einer komplexen Angelegenheit. Hier ist Vorsicht geboten: Verkäufer schätzen die Verkaufssumme häufig zu hoch ein, weil sie emotional an der Immobilie hängen oder sich einen hohen Gewinn erhoffen. Für eine Immobilie, die deutlich über dem Marktwert angeboten wird, lässt sich nur schwer ein Käufer finden. Wird der Verkaufspreis der Immobilie hingegen zu gering angesetzt, bedeutet das für Sie finanzielle Verluste.

In alle Überlegungen spielt die Frage rein: Wie soll die geerbte Immobilie genutzt werden? Dass es hierfür keine einheitliche Antwort gibt, liegt auf der Hand. Denn alle Erbfälle sind aufgrund der spezifischen Familien- und Erbschaftskonstellation sowie Zukunftsvorstellungen und Finanzsituationen aller Beteiligten ganz individuell zu betrachten.

Ganz zu schweigen von den emotionalen Faktoren. Oft hat der Verstorbene selbst die Immobilie bewohnt – womöglich ist es sogar Ihr eigenes Elternhaus, in dem Sie aufgewachsen sind? Dann hängen wertvolle Erinnerungen an der Immobilie und Sie wollen diese vielleicht selbst bewohnen. 

Wenn die Immobilie nicht zu Ihren aktuellen Lebensumständen passt, kann ein Verkauf oder eine Vermietung in Erwägung gezogen werden.

Hier hilft der Rat eines erfahrenen Immobilienexperten, der eine objektive Sicht auf Ihre Situation hat und sie umfassend beraten kann.

Wir sind gerne für Sie da. Im Rahmen einer unverbindlichen und kompetenten Beratung sprechen wir mit Ihnen über Ihre Wünsche, Ziele und Möglichkeiten.

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