Tolle Immobilien ist offizieller Marktberichterstatter des IVD Berlin-Brandenburg. Für den Wohnimmobilienpreisservice 2026/2027 haben wir Daten aus unseren abgeschlossenen Kauffällen bereitgestellt. Der IVD hat 321 dieser Fälle seiner Marktberichterstatter ausgewertet und die Ergebnisse mit 2.186 Abfragen beim Gutachterausschuss Berlin ergänzt. Dies entspricht rund 23 % aller Transaktionen in den untersuchten Segmenten bis zum dritten Quartal 2026.
Im Folgenden finden Sie die Ergebnisse, die wir in unserer täglichen Arbeit für besonders wichtig halten.
Stabiler Markt, genauere Kaufentscheidungen
Die Zahl der Transaktionen blieb gegenüber 2025 nahezu konstant. Bei Eigentumswohnungen gab es rund 5 % mehr Kauffälle, während die Preise um rund 1 % stiegen. Eine bezugsfreie Eigentumswohnung kostet in Berlin im Durchschnitt rund 5.490 €/m². Am teuersten ist die City-Ost mit den Stadtteilen Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Dort liegt der Durchschnitt bei 6.540 €/m². Am günstigsten ist Spandau mit rund 3.290 €/m².
Die Nachfrage ist weiterhin höher als das Angebot. Kaufinteressierte prüfen jedoch genauer, wie es um Lage, Ausstattung und den Modernisierungszustand steht. Für Verkäufer bedeutet das: Ein realistischer Angebotspreis und vollständige Unterlagen zum Zustand der Immobilie sind heute entscheidender für den Verkauf als noch vor einigen Jahren.
Vermietete Wohnungen: Der Abschlag wächst
Vermietete Eigentumswohnungen kosten im Durchschnitt rund 3.860 € pro m². Das sind etwa 28 % weniger als bei bezugsfreien Wohnungen. Im Vorjahr lag der Abschlag noch bei 24 %. Gründe hierfür sind die strengen Regeln für Mieterhöhungen sowie die steigenden Kosten für energetische Sanierungen. Wer eine vermietete Wohnung verkaufen möchte, sollte diesen Abschlag von Anfang an einplanen.
Einfamilienhäuser: Die Lage entscheidet
Ein Einfamilienhaus kostet im Durchschnitt 5.360 €/m², was einem Rückgang von rund 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Häuser in guten und sehr guten Wohnlagen werden rund 47 % teurer gehandelt als Häuser in einfachen und mittleren Lagen. Dabei entwickeln sich die einzelnen Bezirke sehr unterschiedlich: In Hohenschönhausen stiegen die Preise in einfachen und mittleren Lagen um rund 6 %, in Steglitz sanken sie um rund 6 %. Deshalb ist ein Berliner Durchschnittswert nur ein grober Anhaltspunkt für die Bewertung eines bestimmten Hauses.
Mieten und Nebenkosten steigen
Die vom IVD ermittelte ortsübliche Vergleichsmiete liegt in Berlin aktuell bei 10,61 €/m² nettokalt. Im Vorjahr waren es noch 9,56 €/m², was einem Plus von rund 11 % entspricht. In der City-Ost liegt der Wert bei 13,33 Euro pro Quadratmeter, in den östlichen Bezirken bei 8,20 Euro pro Quadratmeter. Zusätzlich steigen die Nebenkosten, vor allem durch höhere Energiepreise, die reformierte Grundsteuer und die CO₂-Umlage. Mieterhaushalte und Vermietende sind gleichermaßen betroffen.
Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen. Er enthält Detailwerte für alle 23 Berliner Altbezirke, aufgeschlüsselt nach Lage, Baujahr und Vermietungsstand. Sie können ihn auf der Seite des IVD kostenfrei herunterladen. Zum IVD-Wohnimmobilienpreisservice Berlin 2026: https://www.ivd-bildungsinstitut.de/immobilienpreise-in-berlin-2026/
Sie möchten wissen, was diese Zahlen für Ihre Berliner Immobilie bedeuten? Wir bewerten sie auf Grundlage aktueller Verkaufsdaten. Kontaktieren Sie uns: https://tolle-immobilien.de/kontakt