Viele Kennzahlen, die Immobilieninvestoren für ihre Entscheidung heranziehen, sind in Berlin besser als im Bundesschnitt. So ist die Hauptstadt führend bei der Zahl der KI-Startups. Das Wirtschaftswachstum ist überdurchschnittlich hoch, die Haushaltseinkommen steigen stärker als im restlichen Bundesgebiet. Nach einer Phase leichter Abwertungen sind die Kaufpreise für Eigentumswohnungen wieder am Steigen. Daran änderten auch die internationalen Krisen seit Anfang 2026 nichts.
Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser
Im Laufe des Jahres 2025 erhöhten sich die Angebotsmieten für Bestandswohnungen berlinweit um 3,8 Prozent. Im Schnitt liegen die Angebotsmieten bei 16 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. In zentralen Stadtteilen, wie Mitte, Charlottenburg und Schöneberg liegen sie bei über 20 Euro. An sehr begehrten Standorten müssen teils 28 Euro und mehr einkalkuliert werden.
Die Preise für Eigentumswohnungen haben sich nach den Preiskorrekturen infolge der Zinswende seit 2024 stabilisiert und sind seit 2025 wieder moderat am Steigen: 2025 erhöhten sie sich um durchschnittlich 4 Prozent. Dabei waren nicht nur zentrale Innenstadtlagen betroffen, sondern auch Randlagen. Gemäß Gutachterausschuss liegt der durchschnittliche Kaufpreis für Bestandswohnungen bei rund 3.500 Euro pro Quadratmeter. Die Preisspanne ist allerdings groß: abhängig von Lage und Ausstattung liegt sie zwischen 3.200 und 10.600 Euro.
Die Zahl der Transaktionen nahm 2025 wieder zu: Laut Gutachterausschuss wechselten zehn Prozent mehr Bestandseigentumswohnungen den Besitzer als 2024: die Zahl stieg von 14.383 auf 15.782 Wohneinheiten.
Gewerbeimmobilien
Die Bürospitzenmiete ist leicht gestiegen auf circa 47 Euro. Die Durchschnittsmiete blieb in den zurückliegenden Monaten stabil und liegt bei 27 Euro. Damit scheint sich eine Entwicklung weiter zu manifestieren: Für moderne, zentral gelegene Büros lassen sich problemlos Mieter finden, während es ältere, unsanierte Bestandsflächen immer schwerer haben, neue Nutzer zu finden.
Ausblick
Berlin ist weiterhin ein attraktiver Investitionsstandort für nationale und internationale Anleger: Wohnraum ist auch künftig knapp, die Mieten steigen und die Bevölkerung soll bis 2040 von 3,7 auf über 4 Mio. Einwohner wachsen. Im Vergleich zu anderen Hauptstädten sind die Einstiegspreise bei Immobilien weiterhin niedrig.
Ankäufe bis zu dem Jahr 2018 können sich über eine im Jahr 2026 vergleichsweise stabile Preisentwicklung freuen. Für langfristig orientierte Eigentümer bestätigt sich damit die nachhaltige Wertentwicklung des Berliner Wohnimmobilienmarktes.
Marktdaten
Mietpreise Wohnen Bestand:
Euro/m²
| 2024 | 2025 | 2026 | Trend | |
|---|---|---|---|---|
| Gute, sehr gute Lage | 16,00–25,50 | 16,50–27,00 | 17,00–28,00 | |
| Mittlere Lage | 13,00–16,00 | 14,00–17,00 | 15,00–18,00 | |
| Einfache Lage | 10,50–13,00 | 11,00–13,50 | 11,00–14,50 |
Kaufpreisfaktoren
Faktorspanne x-fache der Jahresnettomiete
| 2024 | 2025 | 2026 | Trend | |
|---|---|---|---|---|
| Zinshäuser/Wohn- & Geschäftshäuser | 17,0–22,0 | 17,0–23,0 | 17,0–23,0 | |
| Büro- und Geschäftshäuser | 12,0–19,0 | 14,0–17,0 | 12,0–19,0 |
Büro 2025*
| Flächenumsatz in m² | 486.000 |
| Flächenbestand in m² | 23.900.000 |
| Flächenleerstand in m² | 1.930.000 |
| Leerstandsquote | 8,2 |
| Durchschnittsmiete in Euro/m² | 27,00 |
| Spitzenmiete in Euro/m² | 47,00 |
Einzelhandel 2023 – Mieten in Stadtteillagen*
Mieten in Stadtteillagen
| Kurfürstendamm/City West | 150,00–200,00 Euro/m² |
| Alexanderplatz/Mitte | 120,00–180,00 Euro/m² |
| Schloßstraße/Steglitz | 43,00–85,00 Euro/m² |
Quelle: diverse Marktberichte, keine eigene Erhebung
Der Blogbeitrag ist ein Auszug aus dem DAVE Marktreport 2026/2027. 25 Städte - 1 Netzwerk. Den Immobilien Marktreport 2026/2027 kostenlos herunterladen.